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Mit meinem herzlichen Danke für Iren lezten Besuch folget nun auch der lezthin vergeßene Bucelinus: im lezten Bande werden Sie vererter Freund finden, daß EppishausenWIKIDATA Icon im xv. iahrhunderte den Ruggen von TannekGND Icon gehörte und sie sich davon schrieben. Ich wäre begierig zu wißen, wie das zugieng? sollten es die von HelmsdorfGND Icon von inen bekommen haben? das wäre lustig, wenn Hr. Heinrich von RuggeGND Icon einmal sollte hier gesungen haben! der winter kan nicht anders sin, wan swere vnd ane masze lanc: mir were lieb, wolt er zergan: was guoter froede ich uf den sumer han, des gistuond nie hoher mir der muot, das ist ein zit, die minen ougen senfte tuot. das singe ich von ganzem Herzen mit; aber der auster dux inquietae turpidus adriae bringt uns heute wieder so fürchterliches Schneegestäber, dass ich sobald noch keinem Früling entgegen sehe. Ich habe es diese ganze nacht schon in meinen Schultern gefült und füle es noch in meinem steifen arm. Vergeßen Sie nicht daß Krankenbesuch, nächst dem predigen, die erste pflicht eines guten seelenhirten ist.

Vale et fave

LaßbergeriusGND Icon

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Normalisierter Text

Epishausen, 3. Februar 1827. Mit meinem herzlichen Dank für Ihren letzten Besuch folgt nun auch der kürzlich vergessene Bucelinus: Im letzten Band werden Sie verehrter Freund finden, dass Eppishausen im 15. Jahrhundert den Ruggen von Tannek gehörte und sie sich davon schrieben. Ich war begierig zu wissen, wie das zuging? Sollten es die von Helmsdorf von ihnen bekommen haben? Das wäre lustig, wenn Herr Heinrich von Rugge einmal hier gesungen haben sollte! "Der Winter kann nicht anders sein, wenn schwer und ohne Maß lang: Mir wäre lieb, wollt er vergehen, was guter Freude ich auf den Sommer hät, dessen Gunst nie höher mir den Mut erhebt, das ist eine Zeit, die meinen Augen Sanftmut tut." Das singe ich von ganzem Herzen mit; aber der Auster, dux inquietae turpidus adriae, bringt uns heute wieder so furchterliches Schneegestöber, dass ich sobald noch keinem Frühling entgegensehe. Ich habe es diese ganze Nacht schon in meinen Schultern gefühlt und fühle es noch in meinem steifen Arm. Vergessen Sie nicht, dass Krankenbesuch, neben dem Predigen, die erste Pflicht eines guten Seelenhirten ist. Vale et fave Laßbergius

Translation

Epishausen, February 3, 1827. With my heartfelt thanks for your last visit, I am now also sending the recently forgotten Bucelinus. In the last volume, my esteemed friend, you will find that in the 15th century, Eppishausen belonged to Ruggen von Tannek, and they wrote themselves from there. I was eager to know how this came about? Could the von Helmsdorf have gotten it from them? It would be amusing if Lord Heinrich von Rugge had once sung here! "The winter cannot be otherwise, when heavy and immeasurably long: I would love for it to pass, how much joy I have for the summer, whose favor never lifts my spirit higher, that is a time, which is gentle to my eyes." I sing this with all my heart; but the oyster, dux inquietae turpidus adriae, brings us such terrible snowstorms today that I still see no spring in sight. I have felt it in my shoulders all night and still feel it in my stiff arm. Do not forget that visiting the sick, next to preaching, is the first duty of a good shepherd of souls. Vale et fave Laßbergius To His Reverence Mr. Diaconus Pupicofer in Bischofszelle with a package of books.