Original Text Transcribed from the printed edition (OCR)
Den Aufsaz "der Bär als
wappen des Kt. Appenzell📖" hat sicher nichf Hr. Kaspar
Zellweger geschrieben; er würde mir gewiß nicht das lächerliche
(:vielleicht ironische:) prädicat eines berümten altertumsforschers gegeben
haben: ich rate auf den Hrn. Prof.
Scheitlin
, dessen Schriften beinahe immer, wenn gleich vielleicht
unwillkürlich einen Anflug von stiller Satyre haben. Wenn der Verf. aus dem
Umstande, daß 2 st.gallische bürgerwappen unter dem Glasgemälde der Bärenschlacht stehen, schließen will, daß die begebenbeit
St.
Gallen
angehöre; so könnte ich im auskunft geben, daß ich dieses
Schlachtbild ganz einzeln in Constanz
- den
teil des fensters aber, welcher d. wappen und jarzal enthält, von dem Bauer N.
im Roggelsberg
gekauft habe und zwar one einen obern teil dazu zu finden; ich
ließ erst später die teile so zusammen fügen. Daß der Bär im St. gallischen
Wappen, als Städter, gegen den armen Bären von Appenzell
, wie
billig mit einem goldenen Halsbande geziert, war dem berümten Altertumsforscher
v.
Laßberg
wol auch bekannt; aber er wußte auch, daß im anfange des XVI.
Iahrhunderts die teutschen Maler dergleichen Dingen noch nicht so genau namen,
wie die durch strenge Kritik erzogenen des XIXten. Anomalien dieser art finden
sich one Zal aus jener Zeit und selbst das befragte Glasgemälde hat sie; wie
z.B. 2 graven von Tierstein auf dem boden liegen, da nach des Recensenten
eigener angabe nur einer am Häuptlisberg
erschlagen wurde; daß die Bären und ire Feinde zum teil mit Feuerroren bewaffnet
sind, von denen jedoch in den berichten über jene zeitbegebenheiten keine
Erwänung geschieht u.s.w. Der H. v.
Laßberg
besizt aber noch ein Glasgemälde, und
zwar von derselben Hand wie das befragte, auf diesem ist wieder eine Schaar
Bären vorgestellt, diese haben alle wieder gelbe Halsbänder um; diese nun
belagern eine burg im Vordergrunde sind Kanonen zwischen schanzkörben
aufgestellt aus welchen tapfer gefeuert wird; nicht weniger tapfer sizen zwei
Bären als Konstabler hinter den Schanzkärben und sind bemühet einer großen
runden Flasche ir recht anzutun; zur linken ist ein teil dieser Bären im begriff
unter iren Bannern die belagerte burg zu stürmen, einer der mutigsten trägt eine
leiter voran; zur rechten ist ein anderer teil dieses belagerungsheeres
aufgestellt, und ein befelshaberischer Bär mit einer mächtigen Hakenbüchse auf
der Schulter, auf den rechten flügel deutend scheint seine gesellen zum
sturmlaufen aufzumuntern. Auch diese darstellung hat der besizer ganz einzeln
gekauft, und mit einem andern Glgemälde, das die Schlacht der St. Galler mit
denen v.
Ramschwag
am Riederholz vorstellt (:1292:) verbunden. In der höhe über der
belagerten burg stund das Wort Blaten, wurde aber von dem Glaser nebst der spize
des einen turmes beim zusammensezen aufgeopfert. Nun wünschte der besizer recht
sehr von dem H. Recensenten die belerung zu erhalten, ob es auch die von St.
Gallen
waren, welche im appenzeller krieg die burg Blatten
im Rheintal
belagerten? In diesem falle würde er denn one weiteres bedenken,
der Meinung, daß in dem zuerst angefürfen Gemälde die Schlacht am Häuptlisberg
vorgestellt sei, beitreten - und alle diese Bären auf beiden
gemälden für ware und unverfälschte St. Galler halten; damit wir aber nicht von
der ziegenwolle noch mer in die Bärenwolle geraten, so schließe ich diesen
artikel mit dem einzigen Wunsche, daß der Recensent wenigstens mir dem berümten
altertumsforscher, nicht zumuten wolle zu glauben, daß etwa ein mitkämpfer am
Häuptlisberg
(:1405:) eines dieser beiden gl. gemälde, welche aus seiner
Zeit und sicher nicht früher als 1505 gemacht sind, habe verfertigen laßen, und
dann noch mit der Frage: welchem St. gallischen mannen wol das mit Federn
gezierte Baret des Bärenanfürers zuzuschreiben sein möchte? So viel und
vielleicht schon zu viel über die Bären mit und one halsband; mit dem monachus
S. gallensis haben Sie mir eine ware freude gemacht. welch eine fundgrube für
Romanzen und Balladen Dichter! auch ich halte es mit Goldast
,
welcher diese vielleicht schon im noviziate gesammelte Anecdoten Reihe dem stammler Notker
zuschreibt; und darin halte ich es gänzlich mit Inen, daß
die glaubwürdigkeit dieses mönchs nicht so völlig zu verwerfen und die meisten
d. v. jm erzälten begebenheiten nichts weniger als unglaublich seien. Das ganze
aber ist ohne zweifel das reichste Sittengemälde jener Zeit, one des Eginhards
annalen, in welch lezterem der höfische Biograf den charakter
Karls
freilich nicht so frei und war schildern durfte, als der spätere mönch, der
seine sammlung freilich weder für den Hof, noch für die äußere welt; sondern
bloß für sich und vertraute Freunde machte und niederschrieb. Überdies enthält
dieser dieser
Band📖 noch eine menge interessanter sachen; aber daß er kein Register hat
kann ich weder dem Canisius
, noch weniger aber dem Basnage
verzeihen. Die von Inen mir geschriebenen bemerkungen werde ich, so viel ich
sehe, wahrscheinlich meistens beantworten können. Das Sonnet Walafrieds
ad amicam, ist den besten unserer zeit gleich zu sezen - der
schluß ist, wie es bei einem Mönche des IX. Iahrhunderts sein mußte; ein
gegenstük dazu findet sich in einem kleinen ged. des späteren Hermannus
contract.
ad mußam, die im helfen soll, ein lied auf seine Freundin
dichten. Das schöne Epitaphium auf den Gerold vom
Bußen
Tom. II, Part
II. Pag. 73📖 ist offenbar Reichenauer arbeit, vielleicht auch von Walafried
. Da heute morgen ein so starkes morgenrot war; so zweifle ich
beinahe kaum, daß Ir feuerwerk werde verregnet werden. Elise
und ich danken für die einladung. Vor einigen Tagen beflel mich ein rheumat.
Kopffieber mit Katharr und Halswehe: nun gehet es wieder beßer, doch glaube ich
noch nicht ganz fieberfrei zu sein, da sich die bei mir gewönl. kriterien des
gebrochenen fiebers noch nicht einstellt haben. Wenn Sie Irem Vorsaze getreu,
morgen abend herüberkommen, hoffe ich doch im stande zu sein am mittwoch die
kleine ausflucht nach Weinfelden
machen
zu können. Ob wir aber in Wärtbühl
unangekündigt auf eine malzeit rechnung machen dürfen? bezweifle ich. Wärtbühl
ist wol nichts anders als Wartbühel
(:collis speculatorius:) und die dort befindliche specula vielleicht ein
abhängiger posten von Pfin. Die 23 f. 20 x. für die bücher habe ich richtig
erhalten. Von dem fastnachtkuchen, dessen Ihre frau gemalin die güte hat zu
erwänen, weiß ich gar nichts. Mit vergnügen las ich in der Thurgauer
zeitung📖, daß Hr. v.
Mülinen
endlich seine stelle niedergelegt hat. er wird nun one verdruß und
desto länger leben, da er nur den musen lebt; keine unter jnen gibt aber mer mut
das leben zu ertragen, als die muse der Geschichte. Nun leben Sie wol auf
baldiges wiedersehen! viele grüße an die Irigen. Da kommt auch Schilter📖. Vor einigen tagen besuchte mich h. pfarrer
Amann v. Sulgen
und besah ein wenig meine historica.
Beikommende Ankündigung bitte ich unter Iren Freunden zu
verbreiten; es ist ein gutes werk für solche männer wie Maßmann suscribenten zu
sammeln. Warum verschweigt der St. Galler Recensent den auf dem bilde in der
vordern reihe fallenden Georg v.
Emps als Steinbock, da es doch historisch gewis ist, daß er am Stoß
, nicht am Häuptlisberg
, in
den vordertreffen geblieben sei. o, über die Bären! Das 1. heft der Helvetia📖 hatten Sie mir schon einmal geliehen.
Normalisierter Text
Dem Herren Diaconus Pupicofer zu Bischofszelle mit einem paket Bücher. Eppishausen am 4. März 1827 Den Aufsatz "der Bär als Wappen des Kt. Appenzell" hat sicher nicht Hr. Kaspar Zellweger geschrieben; er würde mir gewiss nicht das lächerliche (vielleicht ironische:) Prädikat eines berühmten Altertumsforschers gegeben haben: ich rate auf den Herrn Prof. Scheitlin, dessen Schriften beinahe immer, wenn auch vielleicht unwillkürlich einen Anflug von stiller Satire haben. Wenn der Verf. aus dem Umstand, dass 2 st. gallische Bürgerwappen unter dem Glasgemälde der Bärenschlacht stehen, schließen will, dass die Begebenheit St. Gallen angehört; so könnte ich im Auskunft geben, dass ich dieses Schlachtbild ganz einzeln in Konstanz den Teil des Fensters aber, welcher das Wappen und Jahreszahl enthält, von dem Bauer N. im Roggelsberg gekauft habe und zwar ohne einen oberen Teil dazu zu finden; ich ließ erst später die Teile so zusammenfügen. Dass der Bär im St. gallischen Wappen, als Städter, gegen den armen Bären von Appenzell, wie billig mit einem goldenen Halsbande geziert, war dem berühmten Altertumsforscher v. Laßberg wohl auch bekannt; aber er wusste auch, dass im Anfange des XVI. Jahrhunderts die deutschen Maler es mit dergleichen Dingen noch nicht so genau nahmen, wie die durch strenge Kritik erzogenen des XIX. Anomalien dieser Art finden sich ohne Zahl aus jener Zeit und selbst das befragte Glasgemälde hat sie; wie z. B. 2 Grafen von Tierstein auf dem Boden liegen, da nach des Recensenten eigener Angabe nur einer am Háuptlisberg erschlagen wurde; dass die Bären und ihre Feinde zum Teil mit Feuerrohrn bewaffnet sind, von denen jedoch in den Berichten über jene Zeitbegebenheiten keine Erwähnung geschieht u. s. w. Der Herr v. Laßberg besitzt aber noch ein Glasgemälde, und zwar von derselben Hand wie das befragte. Auf diesem ist wieder eine Schar Bären vorgestellt, diese haben alle wieder gelbe Halsbänder um; diese nun belagern eine Burg; im Vordergründe sind Kanonen zwischen Schanzkörben aufgestellt aus welchen tapfer gefeuert wird; nicht weniger tapfer sitzen zwei Bären als Konstabler hinter den Schanzkörben und sind bemüht einer großen runden Flasche ihr recht anzutun; zur linken ist ein Teil dieser Bären im Begriff unter ihren Bannern die belagerte Burg zu stürmen, einer der mutigsten trägt eine Leiter voran; zur rechten ist ein anderer Teil dieses Belagerungsheeres aufgestellt, und ein befehlshaberischer Bär mit einer mächtigen Hakenbüchse auf der Schulter, auf den rechten Flügel deutend scheint seine Gesellen zum Sturmlaufen aufzumuntern. Auch diese Darstellung hat der Besitzer ganz einzeln gekauft, und mit einem anderen Gl.gemälde, das die Schlacht der St. Galler mit denen v. Ramschwag am Riederholz vorstellt (:1292:) verbunden. In der Höhe über der belagerten Burg stand das Wort Blaten, wurde aber von dem Glaser nebst der Spitze des einen Turmes beim Zusammensetzen aufgeopfert. Nun wünschte der Besitzer recht sehr von dem Herrn Recensenten die Belagerung zu erhalten, ob es auch die von St. Gallen waren, welche im Appenzeller Krieg die Burg Blatten im Rheintal belagerten? In diesem Falle würde er denn ohne weiteres Bedenken, der Meinung, dass in dem zuerst angefertigten Gemälde die Schlacht am Háuptlisberg vorgestellt sei, beitreten und alle diese Bären auf beiden Gemälden für wahre und unverfälschte St. Galler halten; damit wir aber nicht von der Ziegenwolle noch mehr in die Bärenwolle geraten, so schließe ich diesen Artikel mit dem einzigen Wunsche, dass der Recensent wenigstens mir dem berühmten Altertumsforscher, nicht zumuten wolle zu glauben, dass etwa ein Mitkämpfer am Háuptlisberg (:1405:) eines dieser beiden Gl.gemälde, welche aus seiner Zeit und sicher nicht früher als 1505 gemacht sind, habe verfertigen lassen, und dann noch mit der Frage: welchem St. gallischen Männer wohl das mit Federn gezierte Baret des Bärenanführers zuzuschreiben sein möchte? So viel und vielleicht schon zu viel über die Bären mit und ohne Halsband; mit dem Monachus S. gallensis haben Sie mir eine wahre Freude gemacht. Welch eine Fundgrube für Romanzen und Balladen Dichter! auch ich halte es mit Goldast, welcher diese vielleicht schon im Noviziat gesammelte Anekdoten Reihe dem Stammler Notker zuschreibt; und darin halte ich es ganz und gar mit Ihnen, dass die Glaubwürdigkeit dieses Mönchs nicht so völlig zu verwerfen und die meisten von ihm erzählten Begebenheiten nichts weniger als unglaublich seien. Das ganze aber ist ohne Zweifel das reichste Sittengemälde jener Zeit, ohne des Eginhards Annalen, in welchen letzterem der hofische Biograf den Charakter Karls freilich nicht so frei und wahr schildern durfte, als der spätere Mönch, der seine Sammlung freilich weder für den Hof, noch für die äußere Welt; sondern bloß für sich und vertraute Freunde machte und niederschrieb. Überdies enthält dieser Band noch eine Menge interessanter Sachen; aber dass er kein Register hat kann ich weder dem Canisius, noch weniger aber dem Basnage verzeihen. Die von Ihnen mir geschriebenen Bemerkungen werde ich, so viel ich sehe, wahrscheinlich meistens beantworten können. Das Sonnet Walafrieds: ad amicam, ist den besten unserer Zeit gleich zu setzen der Schluss ist, wie es bei einem Mönch des IX. Jahrhunderts sein musste; ein Gegenstück dazu findet sich in einem kleinen Ged. des späteren Hermannus contract. ad mulam, die ihm helfen soll, ein Lied auf seine Freundin dichten. Das schöne Epitaphium auf den Gerold vom Buße vom Tom. II, Part II. Pag. 73 ist offenbar Reichenauer Arbeit, vielleicht auch von Walafried. Da heute Morgen ein so starkes Morgenrot war; so zweifle ich beinahe kaum, dass Ihr Feuerwerk verregnet werden wird. Elise und ich danken für die Einladung. Vor einigen Tagen befiel mich ein Rheumat. Kopffieber mit Katarr und Halswehe: nun geht es wieder besser, doch glaube ich noch nicht ganz fieberfrei zu sein, da sich die bei mir gewöhnlichen Kriterien des gebrochenen Fiebers noch nicht einstellen haben. Wenn Sie Ihrem Vorsatze treu, morgen Abend herüberkommen, hoffe ich doch im Stande zu sein am Mittwoch die kleine Ausflucht nach Weinfelden machen zu können. Ob wir aber in Wartbühl unangekündigt auf eine Mahlzeit rechnung machen dürfen? bezweifle ich. Wartbühl ist wohl nichts anders als Wartbühel (:collis speculatorius:) und die dort befindliche specula vielleicht ein abhängiger Posten von Pfyn. Die 23 f. 20 x. für die Bücher habe ich richtig erhalten. Von dem Fastnachtkuchen, dessen Ihre Frau Gemahlin die Güte hat zu erwähnen, weiß ich gar nichts. Mit Vergnügen las ich in der Thurgauer Zeitung, dass Herr v. Mühlinen endlich seine Stelle niedergelegt hat. er wird nun ohne Verdruß und desto länger leben, da er nur den Musen lebt; keine unter ihnen gibt aber mehr Mut das Leben zu ertragen, als die Muse der Geschichte. Nun leben Sie wohl auf baldiges Wiedersehen! Viele Grüße an die Ihren. Da kommt auch Schilter. Vor einigen Tagen besuchte mich Herr Pfarrer Amann von Sulgen und besah ein wenig meine historica. Ihr ergebenster J. v. Laßberg, Beikommende Ankündigung bitte ich unter Ihren Freunden zu verbreiten; es ist ein gutes Werk für solche Männer wie Maßmann Suscribenten zu sammeln. Warum verschweigt der St. Galler Recensent den auf dem Bilde in der vordern Reihe fallenden Georg von Emps als Steinbock, da es doch historisch gewiss ist, dass er am Stoß, nicht am Häuptlisberg, in den Vordertreffen geblieben sei. o, über die Bären! Das 1. Heft der Helvetia hatten Sie mir schon einmal geliehen.
Translation
Eppishausen, March 4, 1827 The article "The Bear as the Coat of Arms of the Canton of Appenzell" was certainly not written by Mr. Kaspar Zellweger; he would surely not have given me the ridiculous (perhaps ironic) title of a famous antiquarian: I suspect it was written by Professor Scheitlin, whose writings almost always have a touch of quiet satire, even if perhaps unintended. The author's conclusion that the event of the "Bear Battle" belongs to St. Gallen, based on two St. Gallen citizen coats of arms under the stained glass painting, might be questionable. I can clarify that I bought the painting of the battle separately in Constance, and the part of the window containing the coat of arms and date from farmer N. in Roggelsberg, without finding an upper part; I only later had the parts assembled together. The bear in the St. Gallen coat of arms, as a citizen, is adorned with a golden collar, which was probably also known to the famous antiquarian v. Laßberg. However, he knew that in the early 16th century, German painters were not as precise with such details as those educated in strict criticism in the 19th century. There are countless such anomalies from that time, even in the stained glass painting in question, such as two counts of Tierstein lying on the ground, although according to the reviewer's own statement, only one was slain at Háuptlisberg; that the bears and their enemies are partly armed with firearms, which are not mentioned in reports of those events, and so on. Mr. v. Laßberg owns another stained glass painting, also by the same artist. This one depicts a group of bears, all with yellow collars, besieging a castle. In the foreground, cannons are set up between gabions, firing vigorously; two bears as gunners are busy behind the gabions, trying to open a large round bottle; to the left, a part of these bears is about to storm the besieged castle under their banners, one of the bravest carrying a ladder; to the right, another part of this besieging army is set up, and a commanding bear with a mighty hook gun on his shoulder, pointing to the right wing, seems to encourage his comrades to storm. This painting was also bought separately by the owner and combined with another stained glass painting depicting the battle of the St. Gallers with those of Ramschwag at Riederholz (1292). Above the besieged castle stood the word Blaten, but it was sacrificed by the glazier along with the top of one of the towers when assembling. Now the owner would very much like to know from the reviewer whether it was the St. Gallers who besieged the Blaten castle in the Rhine Valley during the Appenzell War? In this case, he would readily agree that the first painting depicts the battle at Háuptlisberg and consider all these bears in both paintings as true and genuine St. Gallers. I will conclude this article with the sole wish that the reviewer would not expect me, the famous antiquarian, to believe that perhaps a combatant at Háuptlisberg (1405) had one of these two stained glass paintings, which are from his time and certainly not made earlier than 1505, made, and then with the question: to which St. Gallen man might the bear leader's feather-adorned cap be attributed? So much, and perhaps already too much, about the bears with and without collars; with the Monachus S. gallensis, you have given me a true pleasure. What a treasure trove for romance and ballad poets! I also agree with Goldast, who attributes this perhaps already collected in the novitiate anecdote series to the stammerer Notker; and in this, I completely agree with you that the credibility of this monk is not to be completely rejected and that most of the events he narrates are anything but unbelievable. The whole is undoubtedly the richest painting of the morals of that time, without Eginhard's Annals, in which the latter court biographer certainly could not portray the character of Charlemagne as freely and truthfully as the later monk, who made and wrote down his collection neither for the court nor for the outside world, but solely for himself and trusted friends. Moreover, this volume contains a lot of interesting things; but that it has no index, I can forgive neither Canisius nor Basnage. The remarks you wrote to me, I will probably be able to answer most of them as far as I can see. Walafried's sonnet: ad amicam, is equal to the best of our time; the conclusion is, as it must be with a monk of the 9th century; a counterpart to it is found in a small poem by the later Hermannus contract. ad mulam, which is supposed to help him write a song about his girlfriend. The beautiful epitaphium on the Gerold vom Buße from Tom. II, Part II. Page 73 is obviously Reichenauer's work, perhaps also by Walafried. Since there was such a strong morning red this morning; I almost doubt that your fireworks will be rained out. Elise and I thank you for the invitation. A few days ago, a rheumatic head fever with catarrh and sore throat struck me: now it is better again, but I still do not believe to be completely fever-free, as the usual criteria for broken fever have not yet set in for me. If you stick to your plan to come over tomorrow evening, I hope to be able to make the small excursion to Weinfelden on Wednesday. Whether we can count on an unannounced meal in Wartbühl, I doubt. Wartbühl is probably nothing else but Wartbühel (collis speculatorius) and the specula located there perhaps a dependent post of Pfyn. The 23 f. 20 x. for the books I have received correctly. I know nothing about the Fastnachtkuchen, which your wife kindly mentions. I was pleased to read in the Thurgau newspaper that Mr. v. Mühlinen has finally resigned his position. He will now live without annoyance and all the longer, as he lives only for the Muses; but none of them gives more courage to bear life than the Muse of History. Now take care and see you soon! Many greetings to yours. Schilter is also coming. A few days ago, Pastor Amann from Sulgen visited me and looked at some of my historical things. Your obedient J. v. Laßberg, Please spread the accompanying announcement among your friends; it is a good deed to collect subscribers for such men as Maßmann. Why does the St. Gallen reviewer conceal that Georg von Emps, depicted as Steinbock falling in the front row of the picture, is historically certain to have remained at the Stoß, not at Häuptlisberg, in the vanguard? Oh, about the bears! You had already lent me the 1st issue of Helvetia once.