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Hochwohlgeborner Herr und Gönner! Es wollte mir gestern nicht gelingen, von Hause
noch zu rechter Zeit wegzugehen und über den Hummelberg zu
steigen, und so blieb denn auch Ihr Ulmer
Catalog📖 zurück. Damit indessen Ihre Bestellungen nicht zu sehr verspätet
werden, sende ich denselben nun durch den Boten, und bitte Sie, Ihren
Bestellungen noch die Nummern: 7294 Dasypod📖,
7869 Corpus
iuris📖, 8935 Gebhardi📖, 8948 Gregorii
beizufügen. Wohl möchte ich noch manches wünschen; aber man muß sich mäßigen.
Ueberdies vertröste ich mich immer auf Sie, daß Sie ohnehin das beste für Sich
anschaffen und dasselbe mir zu benutzen vergönnen. Verzeihen Sie doch, daß ich
Ihnen den Betrag für die Constanzer Bücher
letzthin zu geben vergaß. Zu solchen Geschäften war ja gar keine Zeit. So viel
ich mich erinnere, besteht Ihr Guthaben in f. 6. 16 xr, die ich hier beilege. Im
anniversario
Sulgensi habe ich wohl einiges, aber nur weniges gefunden; u. a. auch Herren von St. Johann
, Edelknechte
Junio
die Theobaldi
episc.
Der Eberhard von
Mettlen
ist kein adelicher, sondern ein bürgerlicher, da das Geschlecht Eberhard zu Mettlen
und in der Umgegend noch häufig ist. Das Anniversarium Hütlingense würde ich beifügen, wenn es nicht ein so großes
Format und so schwere Deckel hätte, daß der Inhalt damit in gar keinem
Verhältnisse steht. Ich habe alles herausgeschrieben, und übersende Ihnen somit
meine Auszüge, in denen Sie gleichwohl einiges finden werden. Was ich im Monumentum Guelficum gefunden habe, will ich Ihnen das nächste Mal sagen
und dann zugleich das lange behaltene Buch, aus dem ich noch einiges
ausschreiben möchte, zurückstellen. Ich bemerke nur, daß ich eine von Ihnen
nicht angestrichene Stelle bemerkt habe, welche die Schenkung Ouingens
an das
Bisthum aus einer Mersburgischen Urkunde bezeugt.
Mit herzlicher Ergebenheit Ihr Diac. Pupikofer
. Bischofzell
den
19. Mai 27.
Normalisierter Text
Hochwohlgeborener Herr und Gönner! Es wollte mir gestern nicht gelingen, von zu Hause noch zu rechter Zeit wegzugehen und über den Hummelberg zu steigen, und so blieb dann auch Ihr Ulmer Catalog zurück. Damit jedoch Ihre Bestellungen nicht zu sehr verspätet werden, sende ich denselben nun durch den Boten und bitte Sie, Ihren Bestellungen noch die Nummern: 7294 Dasypod, 7869 Corpus iuris, 8935 Gebhardi, 8948 Gregorii beizufügen. Wohl möchte ich noch manches wünschen, aber man muss sich mäßigen. Überdies vertröste ich mich immer auf Sie, dass Sie ohnehin das Beste für sich anschaffen und dasselbe mir zu nutzen gestatten. Verzeihen Sie doch, dass ich Ihnen den Betrag für die Konstanzer Bücher letztens nicht geben vergaß. Zu solchen Geschäften war ja gar keine Zeit. So viel ich mich erinnere, besteht Ihr Guthaben in f. 6. 16 xr, die ich hier beilege. Im Anniversario Sulgensi habe ich wohl einiges, aber nur weniges gefunden, unter anderem auch Herren von St. Johann, Edelknechte Junio die Theobaldi episc. Der Eberhard von Mettlen ist kein adliger, sondern ein bürgerlicher, da das Geschlecht Eberhard zu Mettlen und in der Umgebung noch häufig ist. Das Anniversarium Hütlingen würde ich beifügen, wenn es nicht ein so großes Format und so schwere Deckel hätte, dass der Inhalt damit in keinem Verhältnis steht. Ich habe alles herausgeschrieben und übersende Ihnen somit meine Auszüge, in denen Sie dennoch einiges finden werden. Was ich im Monumentum Guelficum gefunden habe, werde ich Ihnen beim nächsten Mal sagen und dann zugleich das lange behaltene Buch, aus dem ich noch einiges abschreiben möchte, zurückstellen. Ich bemerke nur, dass ich eine von Ihnen nicht angestrichene Stelle bemerkt habe, welche die Schenkung Ouingens an das Bistum aus einer Meßburgischen Urkunde bezeugt. Mit herzlicher Ergebenheit Ihr Diac. Pupikofer. Bischofzell, den 19. Mai 27.