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Verehrtester Herr und Gönner!
Der Buchbinder Gonzenbach sandte mir Ihr Exemplar von der Thurg. Geschichte, um es Ihnen zu übermachen, was
ich hiemit thue. Ich lege die Fortsetzung meines codex probationum bei, nebst der
Zürch. historischen Zeitschrift. Sie haben die letzte schöne Woche nicht zu einem
Spaziergange nach Bischofzell
benutzt; dafür regnet es nun wieder und selbst der Barometer vermag nichts dagegen.
Wenn Sie Ihren versprochenen Besuch nicht noch diese Woche abstatten, sondern weiter,
bis auf die künftige Woche verschieben, so geben Sie Acht, wenn Sie ungewaschen draus
kommen: denn meine Frau gedenkt alsdann das Herbstwasser- und Reinigungsfest zu feiern.
Wollen Sie uns in dem Andenken der Frau Doktor und der freundlichen Adelheid
auffrischen, so werden Sie uns sehr erfreuen. Zwischen Ihnen und mir lasse ich es
gerne, wie Sie sagen, beim Alten.
Ihr Pupikofer.
den 15. Sept. 1828.
Normalisierter Text
Verehrtester Herr und Gönner!
Der Buchbinder Gonzenbach sandte mir Ihr Exemplar von der Thurgauer Geschichte, um es Ihnen zu übergeben, was
ich hiermit tue. Ich lege die Fortsetzung meines Codex Proofus bei, nebst der Zürcher historischen Zeitschrift. Sie haben die letzte schöne Woche
nicht für einen Spaziergang nach Bischofzell
genutzt; dafür regnet es nun wieder und sogar der Barometer vermag nichts dagegen.
Wenn Sie Ihren versprochenen Besuch nicht noch diese Woche abstatten, sondern weiter
bis auf die kommende Woche verschieben, so seien Sie gewarnt, wenn Sie ungepflegt
daher kommen, denn meine Frau gedenkt dann das Herbstwasser- und Reinigungsfest zu
feiern. Wenn Sie uns in Erinnerung der Frau Doktor und der freundlichen Adelheid
auffrischen wollen, so würden Sie uns sehr erfreuen. Zwischen Ihnen und mir lasse
ich es gerne, wie Sie sagen, beim Alten.
Ihr Pupikofer.
den 15. September 1828.