Original Text Transcribed from the printed edition (OCR)
Dem hochwohlgebornen Herrn Baron von Laßberg in Eppishausen
.
Verehrtester Herr und Gönner!
Der gestrige Tag war für meine Thurg
ovia ein wahrer Glückstag. Wie ich erfreut über die schöne Ausbeute, die ich bei Ihnen
gemacht habe, nach Hause zurück komme, finde ich eine Schachtel mit einem Schock Urkunden
angefüllt, unter denen, neben mehreren ganz unbedeutenden, einige sich vorfanden,
die auch für Sie Interesse haben mögen. Diejenige von 1175 erwähnt eines Friedrich von Schönenberg
, der wohl 100 Jahre jünger sein mochte als der Sänger, aber doch für das Dasein des
Vornamens in diesem Geschlechte zeugt. An der Urkunde von Luterachhusen
hängt das Siegel Heinrichs von Klingenberg
, ganz dasselbe, das ich in No. 27 der Thurg
. Urkunden beschrieben habe. Die Urkunde von 1222, ein Doppelexemplar der No. 3, zeigt
uns, daß der abbas Dietericus Crwcelinensis
kein anderer als der Crivcelinensis
in unserer Nähe ist. So kommt eines um das andere ans Licht. Wollen Sie die Güte
haben, mir diese Urkunden bis zum Anfange der künftigen Woche wieder zurück zu senden,
so liefere ich die Schachtel wieder nach Frauenfeld
, um wo möglich einen neuen Transport kommen zu lassen. Für andere mitkommende Schriften
Hagens
und Legis
(?) danke ich nochmals. Ich hoffe, daß Sie Ihre gestrigen Versäumnisse bald wieder
eingeholt haben, und jetzt Ihre Augen, nach der kurzen Ruhe, nur desto wackerer seien.
Indem ich mich und die Meinigen Ihrer Gewogenheit ferner empfehle und Frau Doktor
Lüthert
von meiner Frau und mir zu grüßen bitte, bleibe ich
Ihr ergebenster Nachbar Pupikofer.
Bischofzell
, 19. Nov. 1829.
Noch eins! Ich möchte zur Thurg
. Geschichte ein Verzeichniß der Quellen der Thurg
. Geschichte beifügen und sollte dazu Hallers
Bibliothek der Schweiz
. Geschichte benutzen. Wenn Sie also in den nächsten 14 Tagen Ihren Wagen einmal nach
Bischofzell
senden, so lassen Sie das Buch doch gütigst mitlaufen.
Normalisierter Text
Dem hochwohlgeborenen Herrn Baron von Lassberg in Eppishausen
.
Verehrtester Herr und Gönner!
Der gestrige Tag war für meine Thurg
ovia ein wahrer Glückstag. Wie ich erfreut über die schöne Ausbeute, die ich bei Ihnen
gemacht habe, nach Hause zurückkomme, finde ich eine Schachtel mit einem Schock Urkunden
angefüllt, unter denen, neben mehreren ganz unbedeutenden, einige sich vorfanden,
die auch für Sie Interesse haben mögen. Diejenige von 1175 erwähnt eines Friedrich von Schönenberg
, der wohl 100 Jahre jünger sein mochte als der Sänger, aber doch für das Dasein des
Vornamens in diesem Geschlechte zeugt. An der Urkunde von Luterachhusen
hängt das Siegel Heinrichs von Klingenberg
, ganz dasselbe, das ich in Nr. 27 der Thurg
. Urkunden beschrieben habe. Die Urkunde von 1222, ein Doppelpexemplar der Nr. 3,
zeigt uns, dass der abbas Dietericus Crwcelinensis
kein anderer als der Crivcelinensis
in unserer Nähe ist. So kommt eines um das andere ans Licht. Wollen Sie die Güte
haben, mir diese Urkunden bis zum Anfang der künftigen Woche wieder zurückzusenden,
so liefere ich die Schachtel wieder nach Frauenfeld
, um wohlmöglich einen neuen Transport kommen zu lassen. Für andere mitkommende Schriften
Hagens
und Legis
(?) danke ich nochmals. Ich hoffe, dass Sie Ihre gestrigen Versäumnisse bald wieder
eingeholt haben, und jetzt Ihre Augen, nach der kurzen Ruhe, nur desto wackerer sind.
Indem ich mich und die Meinigen Ihrer Gewogenheit ferner empfehle und Frau Doktor
Lüthert
von meiner Frau und mir zu grüßen bitte, bleibe ich
Ihr ergebenster Nachbar Pupikofer.
Bischofzell
, 19. Nov. 1829.
Noch eins! Ich möchte zur Thurg
. Geschichte ein Verzeichnis der Quellen der Thurg
. Geschichte beifügen und sollte dazu Hallers
Bibliothek der Schweiz
. Geschichte benutzen. Wenn Sie also in den nächsten 14 Tagen Ihren Wagen einmal nach
Bischofzell
senden, so lassen Sie das Buch doch gütigst mitlaufen.