Original Text Transcribed from the printed edition (OCR)
Sr. Wohlgeboren Herrn Herrn Baron von Laßberg zu Eppishausen
.
Mein verehrter Herr und Meister!
Die Bärenpratzen sind bis heute mit Mühe fertig geworden; wenn der Bote nicht Umwege
scheut, und der Geist des Ritters von Mamerzhofen
nicht auf die Insignien seines Schildes Jagd macht, so sollten sie dieselben noch
diesen Abend wieder benutzen können. Ich wünsche, daß die Arbeit ganz Ihren Wünschen
entspreche. Die Kosten dieser Aus- und Verbesserung steigen auf fl. 1. 40 xr. Doch
haben Sie an der letzten Sendung noch einige Kreuzer zu Gute; die Kreuzerzahl habe
ich vergessen, und meine Frau, meine eigentliche Rechenmeisterin, ist nicht zu Hause,
daß ich sie fragen könnte. Der Buchbinder hat mich wegen der Herbipolensium zu sich
berufen und mir angezeigt, daß am ersten Band eine Lücke sei, und ich fand wirklich,
daß der letzte Bogen der Vorrede fehle. Wenn allenfalls derselbe bei Ihnen zurück
geblieben ist, so läßt er sich leicht (finden), ist er verloren, so ist's freilich
ein Schaden, aber doch der kleinste, der begegnen konnte. Der Buchbinder wünscht ebenso
die letzte Büchersendung zurück, um die Kupfer in Ordnung zu bringen. und hat mich
ersucht ihm dazu behülflich zu sein. Geschäfte hindern mich, weiter zu schreiben.
Am Freitag hoffe ich Sie zu besuchen. Montag ist Pastoral-Congreß.
Ganz der Ihrige Pupikofer.
den 15 II 30.
Ihr liebes Schreiben bekomme ich diesen Augenblick. Allerdings lege ich die Hand auf
den Mund und denke, der Herr hat's gethan. Morgen habe ich Amtsgeschäfte, Donnerstag
ist Jahrmarkt und Besuch, Freitag allein bleibt mir übrig, und was dann die Witterung
mache?
Normalisierter Text
Sehr geehrter Herr Baron von Laßberg zu Eppishausen
,
Mein verehrter Herr und Meister!
Die Bärenpratzen sind bis heute mit Mühe fertig geworden; wenn der Bote nicht Umwege
scheut, und der Geist des Ritters von Mamerzhofen
nicht auf die Insignien seines Schildes Jagd macht, so sollten sie dieselben noch
diesen Abend wieder benutzen können. Ich wünsche, dass die Arbeit ganz Ihren Wünschen
entspricht. Die Kosten dieser Aus- und Verbesserung steigen auf 1,40 Mark. Doch haben Sie an der letzten Sendung noch einige Pfennige zu Gute; die genaue Pfennigzahl
habe ich vergessen, und meine Frau, meine eigentliche Rechenmeisterin, ist nicht zu
Hause, dass ich sie fragen könnte. Der Buchbinder hat mich wegen der "Herbipolensium"
zu sich berufen und mir angezeigt, dass am ersten Band eine Lücke sei, und ich fand
wirklich, dass der letzte Bogen der Vorrede fehlt. Wenn allenfalls derselbe bei Ihnen
zurückgeblieben ist, so lässt er sich leicht finden; ist er verloren, so ist es freilich
ein Schaden, aber doch der kleinste, der begegnen konnte. Der Buchbinder wünscht ebenso
die letzte Büchersendung zurück, um die Kupfer in Ordnung zu bringen, und hat mich
ersucht, ihm dabei behilflich zu sein. Geschäfte hindern mich, weiter zu schreiben.
Am Freitag hoffe ich, Sie zu besuchen. Montag ist der Pastoral-Kongress.
Ganz der Ihrige Pupikofer.
Den 15. II 30.
Ihr liebes Schreiben erhalte ich gerade in diesem Augenblick. Allerdings lege ich
die Hand auf den Mund und denke, der Herr hat es getan. Morgen habe ich Amtsgeschäfte,
Donnerstag ist Jahrmarkt und Besuch, Freitag bleibt mir allein übrig, und was dann
die Witterung macht?