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E. am 7. april 1830. Ich bin gestern glúklich zwischen zwei regen durchlaufend in der villa EponisWIKIDATA Icon angekommen; habe aber unter wege viel beschwerde von dem durch den Jupiter pluvius ser schlúpferig gemachten boden auszustehen gehabt; so daß ich verwundert bin, nie die erde gekússt zu haben: hingegen muß ich gestehen ser ermüdet meine stube wieder betreten zu haben: nichts desto weniger wurde noch bis 12 ur im cod-trad. Sgall. gelesen, er ist mir wieder ganz neu vorgekommen, und ich verspreche mir eine große erndte darin zu machen. Nun aber, womit ich freilich hätte anfangen sollen, empfangen Sie meinen besten Dank für die gastfreie aufname und Behandlung welche Sie dem alten meister SeppGND Icon haben angedeihen lassen; kommen Sie jezt nur bald, mit weib und kindern in die waldklauseWIKIDATA Icon, damit ich es wett machen kann. Wenn Sie mir hatten sagen wollen, was das Bier kostet; so hätte ich Inen heute mit dem karren [:karrada in d. alten urkunden:] auch das geld senden können; lassen Sie michs also wissen, damit ich nicht zu lange in Irer Schuld bleibe. Bei meiner zuhausekunft fand ich einen interessanten brief von dem lustigen ritter von LangGND Icon aus AnspachWIKIDATA Icon, welcher mir sein buch von den Bairischen [:im sinne der heutigen Geographie:] gauen sendet, und worin auch einiges von RhätienWIKIDATA Icon und ThurgauWIKIDATA Icon vorkommt. auch eine abhandlung über die in BaiernWIKIDATA Icon verehrten heiligen [:kirchen patronen:] und eine ditto gegen die monumenta Boica, von denen er behauptet, daß auch nicht eine einzige urkunde richtig abgedrukt seie. Ich komme morgen nicht zu Inen; sondern werde in der marcha Sumbrina meine Andacht halten. Empfelen Sie mich aufs beste den Irigen, und in dem hause des H. oberamtmanns ScherbGND Icon. Da es sonst nichts neues giebt; so bleibt alles beim alten, so auch Ir ergebenster J. v. LaßbergGND Icon. Seiner Hocherwürden Dem Herren Pfarrer PupikoferGND Icon zu BischofszelleWIKIDATA Icon

Normalisierter Text

E. am 7. April 1830. Ich bin gestern glücklich zwischen zwei Regen durchlaufend in der Villa EponisWIKIDATA Icon angekommen; habe aber unterwegs viel Beschwerde von dem durch den Jupiter Pluvius sehr schlüpfrig gemachten Boden auszustehen gehabt; so dass ich verwundert bin, nie die Erde geküsst zu haben: hingegen muss ich gestehen sehr ermüdet meine Stube wieder betreten zu haben: nichtsdestotrotz wurde noch bis 12 Uhr im Codex Traditionum Galliae gelesen, er ist mir wieder ganz neu vorgekommen, und ich verspreche mir eine große Ernte darin zu machen. Nun jedoch, womit ich freilich hätte anfangen sollen, empfangen Sie meinen besten Dank für die gastfreie Aufnahme und Behandlung, welche Sie dem alten Meister SeppGND Icon haben angedeihen lassen; kommen Sie jetzt nur bald, mit Weib und Kindern in die WaldklauseWIKIDATA Icon, damit ich es wettmachen kann. Wenn Sie mir hätten sagen wollen, was das Bier kostet; so hätte ich Ihnen heute mit dem Karren auch das Geld senden können; lassen Sie miches also wissen, damit ich nicht zu lange in Ihrer Schuld bleibe. Bei meiner Rückkehr nach Hause fand ich einen interessanten Brief von dem lustigen Ritter von LangGND Icon aus AnsbachWIKIDATA Icon, welcher mir sein Buch von den bayerischen Gaue sendet, und worin auch einiges von RätienWIKIDATA Icon und ThurgauWIKIDATA Icon vorkommt. Auch eine Abhandlung über die in BayernWIKIDATA Icon verehrten Heiligen und eine dito gegen die Monumenta Boica, von denen er behauptet, dass auch nicht eine einzige Urkunde richtig abgedruckt sei. Ich komme morgen nicht zu Ihnen; sondern werde in der Marcha SumbrinaWIKIDATA Icon meine Andacht halten. Empfehlen Sie mich aufs Beste den Ihren, und in dem Hause des Herrn Oberamtmanns ScherbGND Icon. Da es sonst nichts Neues gibt; so bleibt alles beim Alten, so auch Ihr ergebenster J. v. LaßbergGND Icon. Seiner Hocherwürden dem Herrn Pfarrer PupikoferGND Icon zu BischofszelleWIKIDATA Icon