Original Text Transcribed from the manuscript (Transkribus)
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Hochgeerter Herr
Professor!
Als
ich vor einiger zeit die nachricht von Irer krankheit erhielt, und wie schwer
und heftig sie
seie, da gab ich schon die hofnung auf, Sie im laufe dieses iares noch in der
villa
Epponis zu
sehen: wie ser mussten mich also Ire gestern nachts erhaltenen zeilen von Zürich erfreuen!
Sie sind geheilt, und der beste balsam für leib und seele,
ein liebes, frommes, teutsches weib,
liegt an Irer brust. kommen Sie also mit Irer geliebten frau, und seien Sie Jenny
und
mir
herzlich willkommen. Sonntag und montag haben wir ein par iunge eheleute aus S.
Gallen
zu
gaste; wenn Sie also nach Irem vorhaben Dienstags kommen; so haben Sie uns dann
ganz allein.
Meine frau
grüsset mit mir Sie und die Irige, und damit gott befolen
von Irem
ergebenen
JvLaßberg.
Eppishausen am
13ten octobers. morgens 7 ur.
1837.
Noch eine bitte: grüssen Sie mir auch den guten Aurelius Tigurinus, und den clarus
Okenius.
Normalisierter Text
Hochgeehrter Herr Professor! Als ich vor einiger Zeit die Nachricht von Ihrer Krankheit erhielt, und wie schwer und heftig sie sei, da gab ich schon die Hoffnung auf, Sie im Laufe dieses Jahres noch in der Villa Epponis zu sehen: wie sehr mussten mich also Ihre gestern nachts erhaltenen Zeilen von Zürich erfreuen! Sie sind geheilt, und der beste Balsam für Leib und Seele, ein liebes, frommes, deutsches Weib, liegt an Ihrer Brust. Kommen Sie also mit Ihrer geliebten Frau, und seien Sie Jenny und mir herzlich willkommen. Sonntag und Montag haben wir ein paar junge Eheleute aus St. Gallen zu Gast; wenn Sie also nach Ihrem Vorhaben dienstags kommen, so haben Sie uns dann ganz allein. Meine Frau grüßt mit mir Sie und die Ihre, und damit Gott befohlen von Ihrem ergebenen J. v. Laßberg. Eppishausen am 13. Oktober, morgens 7 Uhr. 1837. Noch eine Bitte: grüßen Sie mir auch den guten Aurelius Tigurinus und den klaren Okenius.
Translation
Highly esteemed Professor! When I received news some time ago of your illness, and how severe and intense it was, I had already given up hope of seeing you in the Epponis villa this year. How delighted I was, then, by the lines from Zurich that I received from you last night! You are healed, and the best balm for body and soul, a dear, devout German wife, lies at your breast. So come with your beloved wife and be warmly welcomed by Jenny and me. Sunday and Monday we have a couple of young newlyweds from S. Gallen as guests; if you come on Tuesday as planned, then you will have us all to yourself. My wife and I send our regards to you and yours, and with that, may God bless you. From your devoted JvLaßberg. Eppishausen, on October 13th, 7 a.m. 1837. One more request: please also give my regards to the good Aurelius Tigurinus and the esteemed Okenius.