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Auf der alten Meersburg am 5. Juli 1840. Vererter Freund! In der Ungewißheit ob Sie das unterm 2. Juny durch den hiesigen Postwagen an Sie abgesandte alte Liederbuch des Eberwin Droste erhalten haben, oder ob ich meinen hiefür erhaltenen Postschein soll geltend machen? um die gesezliche Zeit nicht zu versäumen, neme ich mir die Freiheit deshalb bei Inen anzufragen. Ich komme eben von Freiburg im Breisgau zurük, wohin mich die Pflicht einer durch 53 Fare nie getrübten Freundschaft zu meinem noch immer kranken Freunde Professor Hug rief: ich mußte in leider mit ser schwankenden Hofnungen für seine Wiederherstellung verlassen, und, da er seinen täglichen Vorlesungen auf dem Katheder durchaus nicht entsagen wird, befürchten, daß er einmal, wie ein alter Feldherr, auf dem Feld der Ere bleiben wird. Seit ein paar Tagen habe ich den auch Inen bekannten Herrn Franz Pfeiffer aus Solothurn bei mir, der aus München gekommen ist, um meine 3 Handschriften des Wilhelm von Orlenz, zum Behufe einer vorhabenden Ausgabe dieses Gedichtes, zu benuzen. Wir gottlob! sind alle, alt und jung, gesund und zufrieden und grüßen Sie und Frau Emma herzlich.