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Auf der alten MeersburgWIKIDATA Icon am 5. August 1840. Ire allseitige glúkliche heimkunft nach der cella episcopalis, haben wir aus Irem schreiben, mein vererter freund! mit vergnügen ersehen. ist es doch als ob Sie den Jupiter pluvius mit sich fortgenommen hátten; denn seitdem haben wir täglichen Sonnenschein. Wie freut es mich, daß Sie mir gelegenheit geben wollen, Inen etwas angenemes zu erweisen, indem Sie mir erlauben Inen den einzelnen band der Lectionen des Canisius zu úbermachen, welcher den Monachus San GallensisGND Icon de gestis Caroli M.GND Icon enthalt: behalten Sie in als ein andenken Ires ser alten freundes auf der viel álteren MeersburgWIKIDATA Icon und seien Sie versichert, daß ich bei vorkommenden fallen, nicht ermangeln werde, auf Ire wúnsche in betref der übrigen in Irem schreiben genannten búcher, den bedacht zu nemen. Wir haben nun unsere westphálische reise auf den náchsten frúling vertaget, da unsre heimreise schon in die zeit fallen wurde, wo die tage kurz und die náchte lang zu werden anfangen, folglich die dauer der heimreise sich auf eine unangeneme weise verlängern wurde; wir hoffen nun, daß meine Schwiegermutter und Schwägerin diesen herbst zu uns kommen, den winter úber bleiben und im frúling uns mit nach dem PumpernikellandeWIKIDATA Icon nemen werden. Sie können lieber freund! uns also diesen herbst wol noch besuchen und dabei versuchen, ob die schwäbischen oder die schweizerischen trauben süßer sind? Vorgestern und gestern hatten wir H Prof. De WetteGND Icon und frau aus BaselWIKIDATA Icon zum besuche; sie kamen aus GraubúndtenWIKIDATA Icon und giengen gestern noch nach BerlingenWIKIDATA Icon, wo sie bei dem dortigen pfarrer ein par tage zubringen wollen. Ich aber bin wieder an das auspaken meiner búcher kisten geraten und hoffe endlich in ein par wochen damit fertig zu werden: dann kommt das ordnen, was aber warscheinlich bei eintritte des winters wieder unterbrochen wird; indessen muß man immer etwas tun. Grúßen Sie von uns freundlichst Ire Reisegefárten, und auch den, welchen wir so gerne unter Inen gesehen hatten, unsern guten und lieben Imhoff. Und nun gott befolen! von Irem alten hinkenden freunde J. v. LaßbergGND Icon

Normalisierter Text

Auf der alten MeersburgWIKIDATA Icon am 5. August 1840. Ihre allseitige glückliche Heimkunft nach der cella episcopalis haben wir aus Ihrem Schreiben, mein verehrter Freund, mit Vergnügen ersehen. Es ist doch, als ob Sie den Jupiter Pluvius mit sich fortgenommen hätten; denn seitdem haben wir täglichen Sonnenschein. Wie freut es mich, dass Sie mir Gelegenheit geben wollen, Ihnen etwas Angenehmes zu erweisen, indem Sie mir erlauben, Ihnen den einzelnen Band der Lesungen des Canisius zu übermachen, welcher den Monachus San Gallensis de gestis Caroli M.GND Icon enthält. Behalten Sie ihn als ein Andenken Ihres sehr alten Freundes auf der viel älteren MeersburgWIKIDATA Icon, und seien Sie versichert, dass ich, bei vorkommenden Fällen, nicht ermangeln werde, auf Ihre Wünsche in Bezug auf die übrigen in Ihrem Schreiben genannten Bücher, Rücksicht zu nehmen. Wir haben nun unsere westphälische Reise auf den nächsten Frühling vertagt, da unsere Heimreise schon in die Zeit fiel, wo die Tage kurz und die Nächte lang zu werden anfangen, folglich die Dauer der Heimreise sich auf eine unangenehme Weise verlängert hätte. Wir hoffen nun, dass meine Schwiegermutter und Schwägerin diesen Herbst zu uns kommen, den Winter über bleiben und im Frühling uns mit nach dem PumpernikellandWIKIDATA Icon nehmen werden. Sie können, lieber Freund, uns also diesen Herbst wohl noch besuchen und dabei versuchen, ob die schwäbischen oder die schweizerischen Trauben süßer sind? Vorgestern und gestern hatten wir Herrn Prof. De WetteGND Icon und Frau aus BaselWIKIDATA Icon zum Besuch; sie kamen aus GraubündenWIKIDATA Icon und gingen gestern noch nach BerlingenWIKIDATA Icon, wo sie bei dem dortigen Pfarrer ein paar Tage verbringen wollen. Ich aber bin wieder am Auspacken meiner Bücherkisten geraten und hoffe, endlich in ein paar Wochen damit fertig zu werden. Dann kommt das Ordnen, was aber wahrscheinlich bei Eintritt des Winters wieder unterbrochen wird; indessen muss man immer etwas tun. Grüßen Sie von uns freundlichst Ihre Reisegefährten, und auch den, welchen wir so gerne unter Ihnen gesehen hätten, unseren guten und lieben ImhoffGND Icon. Und nun Gott befohlen! von Ihrem alten hinkenden Freund J. von LaßbergGND Icon