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Mein hochverehrtester Herr und Freund! Ungeachtet die Nachricht von dem Ihrem Hause wiederfahrnen Heile von Ihnen für falsch erklärt worden ist, freue ich mich derselben dennoch, weil Sie von Ihnen so günstig gedeutet worden. Ich überlasse mich der Zuversicht, daß darin etwas prophetisches liege. Dagegen hat die zürchersche Revolution in die Hoffnung, Sie am 17. Sept. in FrauenfeldWIKIDATA Icon zu sehen, einen Strich gezogen. Aus Furcht, die Zahl der Besuchenden möchte klein, der Reiz, durch politische Erörterungen zu zerfallen, groß werden, hat die Direktions Kommission beschlossen, die Versammlung zu verschieben, wie Sie das wahrscheinlich in der Thurg. Zeitung schon gelesen haben, wovon ich Ihnen aber doch, der größern Sicherheit wegen, noch besondere Nachricht zu geben, nicht unterlassen wollte." Ihre Aufträge an Herrn Dr. ScherbGND Icon habe ich treulich ausgerichtet. Sie werden ohne Zweifel bald den gewünschten Besuch bekommen. Herr von MuraltGND Icon hat den Kalk auf künftigen Montag disponibel zu machen versprochen. Ich warte täglich auf die Utwyler Fuhrleute, um mit denselben den Lieferungs-Kontrakt abzuschließen. Indessen glaubt Herr MuraltGND Icon, es möchte die Jahreszeit bereits zu spät sein, den Kalkguß noch zu fertigen; denn wenn er nicht ganz austrocknen könne, so halte er nicht. Daher habe er Herrn Landammann ZellwegerGND Icon in TrogenWIKIDATA Icon diesen Herbst noch einen Kalkguß fertigen zu lassen, abgerathen. Herr von ImhofGND Icon erwartet seinen Herrn Bruder erst in einigen Wochen, da er gegenwärtig im HessenlandeWIKIDATA Icon bei der Fräulein ImhofGND Icon sei. An Ihrem Urkundenschatze hätte ich gerne auch Theil genommen; allein es liegt jetzt mehr als der Hummelberg zwischen Ihnen und mir. Doch tröste ich mich mit der Hoffnung, daß Sie vorkommende Brosamen der Thurgoja aufbewahren werden. Ich bin noch nie von Ihnen weggegangen, ohne durch Ihren Überfluß bereichert worden zu sein. In meinem Hause genießt alles der besten Gesundheit. Dasselbe setze ich bei Ihnen voraus, und wenn die Gebete und Wünsche eines Akatholiken vom Himmel berücksichtigt werden, so glauben Sie nur, daß Sie und die lieben Ihrigen etwas von Ihrem allseitigen Wohlbefinden auch uns verdanken. Mit steter Freundschaft und Verehrung bleibt Ihnen ergeben Ihr Diac. PupikoferGND Icon. BischofzellWIKIDATA Icon, 12. Sept. 1839.

Normalisierter Text

Mein hochverehrtester Herr und Freund! Ungeachtet die Nachricht von dem Ihrem Hause wiederfahrenen Heil von Ihnen für falsch erklärt worden ist, freue ich mich derselben dennoch, weil Sie von Ihnen so günstig gedeutet worden. Ich überlasse mich der Zuversicht, dass darin etwas prophetisches liege. Dagegen hat die zürchersche Revolution in die Hoffnung, Sie am 17. Sept. in FrauenfeldWIKIDATA Icon zu sehen, einen Strich gezogen. Aus Furcht, die Zahl der Besuchenden möchte klein, der Reiz, durch politische Erörterungen zu zerfallen, groß werden, hat die Direktionskommission beschlossen, die Versammlung zu verschieben, wie Sie das wahrscheinlich in der Thurg. Zeitung schon gelesen haben, wovon ich Ihnen aber doch, der größeren Sicherheit wegen, noch besondere Nachricht zu geben, nicht unterlassen wollte." Ihre Aufträge an Herrn Dr. ScherbGND Icon habe ich treulich ausgerichtet. Sie werden ohne Zweifel bald den gewünschten Besuch bekommen. Herr von MuraltGND Icon hat den Kalk auf künftigen Montag disponibel zu machen versprochen. Ich warte täglich auf die Utwiler Fuhrleute, um mit denselben den Lieferungs-Kontrakt abzuschließen. Indessen glaubt Herr MuraltGND Icon, es könnte die Jahreszeit bereits zu spät sein, den Kalkguss noch zu fertigen; denn wenn er nicht ganz austrocknen könne, so halte er nicht. Daher habe er Herrn Landammann ZellwegerGND Icon in TrogenWIKIDATA Icon diesen Herbst noch einen Kalkguss fertigen zu lassen, abgeraten. Herr von ImhofGND Icon erwartet seinen Herrn Bruder erst in einigen Wochen, da er gegenwärtig im HessenlandeWIKIDATA Icon bei der Fräulein ImhofGND Icon sei. An Ihrem Urkundenschatze hätte ich gerne auch Teil genommen; allein es liegt jetzt mehr als der Hummelberg zwischen Ihnen und mir. Doch tröste ich mich mit der Hoffnung, dass Sie vorkommende Brosamen der Thurgoja aufbewahren werden. Ich bin noch nie von Ihnen weggegangen, ohne durch Ihren Überfluss bereichert worden zu sein. In meinem Hause genießt alles der besten Gesundheit. Dasselbe setze ich bei Ihnen voraus, und wenn die Gebete und Wünsche eines Akatholiken vom Himmel berücksichtigt werden, so glauben Sie nur, dass Sie und die lieben Ihrigen etwas von Ihrem allseitigen Wohlbefinden auch uns verdanken. Mit steter Freundschaft und Verehrung bleibt Ihnen ergeben Ihr Diak. Pupikofer. BischofzellWIKIDATA Icon, 12. Sept. 1839.